Reviews


Borderline / EP /2018


Review: Away From Life

Rag A Muffin – wie zur Hölle kommt man bitte auf einen solchen Bandnamen! Das hatte ich mir schon im März 2016 gefragt, wo wir das Deübtalbum Fix Your Head besprochen hatten. Um gleich weiter an dem Debüt des Trios aus Neuwied bei Koblenz  anzuknüpfen: Rag A Muffin machen auch auf ihrer neuen EP Borderline, die am 19. Januar 2018 erscheint, weiter: Wieder gibt den 90er Jahre Skatepunk ala Lagwagon, Propagandhi und Strung Out, der mit einer Prise 80er Hardcore-Punk angehaucht ist.

Die sehr kompromisslosen und direkt vorgetragenen Tracks bewegen sich dabei überwiegend im vorderen Tempobereich. Im Vergleich zu ihrem Debüt konnten die Jungs sowohl musikalisch als auch produktionstechnisch noch einmal eins drauflegen.

Fazit: Auch wenn Rag A Muffin mit Borderline das Rad nicht neu erfinden, hat die EP auf alle Fälle ihrer Daseinsberechtigung.
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Review: Underdog Fanzine

Jannik und Janik haben nach Jans Weggang diese EP aufgenommen und in Eigenarbeit veröffentlicht.

Mittlerweile zupft Jimmy die 4 Saiten und Jannik kann sich wieder aufs Gitarren spielen konzentrieren. Im Ruckzuck-Verfahren wird ein Set eingespielt, das u.a. Turboboost-Punkrock („All just attitude“), kratzig-scharrenden Straßenpunk („Frontline“), frühachtziger Ami-Style-HC („Split Up, Fuck off!“) präsentiert.

Ein dunkler Sound mit enormer Power wie in „Not my name“, schneller, wütender HC-Punk mit Herz und Hirn, der unmissverständlich 2 Dinge aussagt: die Band ist angepisst und kompromisslos in ihrer Haltung. Das zeigt sich auch in der Solidarität und der Unterstützung mit den Aktivist*innen im Hambacher Forst und deren direkten widerständigen Aktionen. RAG A MUFFIN haben genug Wut im Bauch und demonstrieren zum Einen einen unangepassten Protest (laut, offensiv und wahrnehmbar), zum Anderen wird die Rebelligkeit und das Selbstbewusstsein musikalisch mit großer Glaubwürdigkeit ausgedrückt, die ein Jetzt handeln und Protest in den Fokus rückt.
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Fix Your Head / LP/CD / 2015


Review: ox-fanzine

„Meine eigene Kleinstadtvergangenheit (und -gegenwart) hat mir leider stets ein sehr düsteres Bild von deutscher, provinzieller Musikkultur suggeriert; gute Bands schaffen entweder niemals den Sprung in den nächsten Landkreis oder sie sind überhaupt nicht gut, sondern scheiße und bespielen seit zwanzig Jahren die gleiche Eckkneipe.

RAG A MUFFIN, das sind Jan, Janik und Jannik (kein Scherz) aus Neuwied bei Koblenz (auch kein Scherz) sind nicht scheiße. Ganz und gar nicht. Man kann nur hoffen, dass sie meine binäre Weltsicht zum Einsturz bringen, noch ein paar Alben veröffentlichen und ihr Potenzial weiter ausbauen.

Dieses liegt im Debütalbum „Fix Your Head“ definitiv im schnellen, simplen Punkrock mit US-Allüren, der keine hohen Erwartungen erfüllt, dafür aber gefällt und im Falle von Songs wie „She knows everything“ oder „Become clean“ auch in den Ohren hängen bleiben.

Bitte mehr Konzentration darauf und weitermachen, Jungs!!
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Review: AwayFromLife

„Rag A Muffin ist eine dreiköpfige Punk-Rock Band aus Neuwied bei Koblenz, welche seit 2014 zusammen unterwegs ist. Nach einer ersten EP Anfang 2015 begaben sich Rag A Muffin im November 2015 ins Studio, um ihr erstes Album mit dem Titel Fix Your Head zu veröffentlichen. Dieses erschien noch Ende des vergangenen Jahres als DIY-Produktion in einer netten Auflage von 300 Stück als CD-Version in Kartonstecktasche und enthält insgesamt 11 Songs. Diese erinnern stark an 90er Skatepunk-Bands wie No Use For A Name, Lagwagon oder älteren Pennywise und Anti Flag Releases. Besonders zu gefallen wissen die schnelleren, kürzeren Songs. Schön dreckiger Punk-Rock, der bei einer besseren Studioaufnahme nochmal einiges besser ankkommen würden. Die wenigen langsamen Nummern auf Fix Your Head werden hingegen doch recht schnell langweilig. Auf Fix Your Head gilt: Je schneller der Track desto besser das Ergebnis!

Wer darüber auf dem laufenden bleiben möchte, was Rag A Muffin in Zukunft so treiben kann die jungs auf ihren liebevoll gestalten Blog besuchen. Auf Facebook werdet ihr da leider nicht fündig…irgendwie sympathisch!

Zusammenfassung

Beim nächsten mal unbedingt ein wenig mehr Geld für die Aufnahmen investieren, dann wird das Ergebnis noch einiges besser. Fans von 90er Fat Wreck Bands oder guten, alten 90ties Punk-Rock aus Schweden werden an Rag A Muffin sicher gefallen finden!“
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